Große Aufregung in Namibias Reisebranche. Anfang des Monats hieß es, die Zufahrt zum Sossusvlei werde für Selbstfahrer mit Allradwagen ab 15. Dezember gesperrt. Grund: Schutz des Welt-Naturerbes. Nach einer heftigen Debatte schaffte nun das Tourismus-Ministerium Klarheit…

Namibia-Urlauber, die im Allradwagen unterwegs sind, dürfen auch weiterhin auf eigene Faust die Offroad-Strecke zum Sossusvlei fahren. Das hat das Ministerium für Umwelt, Forstwirtschaft und Tourismus (MEFT) in einer Pressemitteilung am 13. Dezember klargestellt.

Es widersprach damit einer Ankündigung des Unternehmens About Africa Co vom 2. Dezember, den Zugang weiter zu beschränken. About Africa hatte im Januar 2024 eine Konzession für Shuttle-Fahrten vom Parkplatz (am Ende der Teerstraße) zum Sossusvlei erhalten (siehe Meldung „Sossusvlei-Shuttle wird zur 4×4-Exkursion“).

„Die Konzession verbietet selbst fahrenden Besuchern […] keineswegs den kostenlosen Zugang zum Sossusvlei“, betonte MEFT. Auch Reiseveranstalter und Lodges der Umgebung dürften ihre Gäste weiterhin selbst zum Sossusvlei fahren. Vorausgesetzt, sie sind beim Namibia Tourism Board (NTB) registriert.

Für nicht registrierte Veranstalter ist die Zufahrt bereits seit September 2024 verboten. Dasselbe gilt für zweiradgetriebene Wagen – und für Fahrzeuge, die die Umwelt schädigen wie etwa Busse und Lastwagen.

Strecke zum Sossusvlei: Stellen mit tiefem Sand
Selbstfahrer künftig freie Zufahrt Sossusvlei Lehmpfanne Vordergrund inmitten Dünen-Namib Foto MoonGateClimber Wikipedia

Selbstfahrer haben auch künftig freie Zufahrt zum Sossusvlei, der Lehmpfanne (im Vordergrund) inmitten der Dünen-Namib. Foto: MoonGateClimber, Wikipedia

Die Offroad-Strecke vom Parkplatz (am Ende der Teerstraße) zum Sossusvlei und benachbarten Dead Vlei ist etwa 5 km lang. Sie verläuft weitgehend im Bett des Tsauchab-Riviers (Trockenflusses). Stellenweise muss man tiefen Sand durchqueren. Ab und zu bleiben auch ungeübte Fahrer mit Allradwagen stecken.

Der Konzessions-Inhaber About Africa klagt über Umweltschäden in dem Naturschutzgebiet. Selbstfahrer würden die Offroad-Strecke nach und nach verbreitern, indem sie an schwierigen Stellen ausweichen. Sossusvlei und Dead Vlei liegen in der Dünen-Namib, die seit 2013 zum Welt-Naturerbe der UNESCO zählt.

About Africa kündigte außerdem an, die Preise für seine Touren vom Parkplatz zum Sossusvlei und Dead Vlei zu erhöhen. Ab 1. Januar 2026 kosten sie 260 Namibia Dollar. Bisher lag der Preis bei 200 Namibia Dollar. Kinder zahlen die Hälfte. Die Touren beinhalten auch eine geführte Wanderung auf eine der Dünen.

Die Konzession von About Africa läuft 25 Jahre. Sie schreibt vor, dass der Betrieb auch den Gemeinschaften der !Karkhoen-Nama und des Ortes Maltahöhe zugute kommt. About Africa hatte diesen Gemeinschaften mehr als 100 Millionen Namibia Dollar aus den Einnahmebeteiligungen in Aussicht gestellt.

Tipp: Sossusvlei auf Rundtour um die NAUkLuFT

Immer öfter klagen Besucher über viel Betrieb auf der Zufahrt und am Sossusvlei. Morgens bilden sich schon lange Autoschlangen an der Parkeinfahrt bei Sesriem, die mit Sonnenaufgang geöffnet wird. Am Sossusvlei selbst kommt es oft zu einem Wettrennen um die Picknick-Plätze.

BüllsPort empfiehlt seinen Gästen daher, Sossusvlei und Dead Vlei nachmittags zu besuchen (siehe auch „Weitere Erlebnisse“). Und zwar im Rahmen eines entspannten Tagesausflugs auf einer Rundtour um die NAUkLuFT.

Morgens geht es nach dem Frühstück in Ruhe los, auf der D854. Spätvormittags erkundet man den schattigen Sesriem Canyon. Für den Mittags-Imbiss, den BüllsPort auf Wunsch als Lunch-Paket zum Mitnehmen vorbereitet (siehe „Preise & Buchung“), sucht man sich ein nettes Plätzchen auf dem Weg von Sesriem zum Sossusvlei.

BüllsPorts Tipp: Direkt vor der Furt der Teerstraße durch das Tsauchab-Rivier (Trockenfluss) liegt eine Anhöhe mit Blick über das breite Dünental. Nachmittags erlebt man das Sossusvlei, das Dead Vlei und die höchsten Dünen der Welt – ohne großen Rummel. Danach geht es via C19 und C14 nach BüllsPort zurück.

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