In den Städten weltweit begrüßen die Bewohner das neue Jahr gerne mit einem kräftigen Feuerwerk. Regen empfinden sie dabei eher als störend. Auf BüllsPort Lodge & Farm dagegen freuten sich alle über einen kräftigen Silvester-Regen. Der das neue Jahr mit einem kleinen, stillen Blüten-Feuerwerk begrüßte…
Bereits Mitte November hat sich BüllsPort über vier kleine Regenfälle freuen dürfen. Innerhalb von fünf Tagen fielen 5 + 7 + 5,5 + 9 = 26,5 mm. Ideal für Grassamen zum Keimen und Sprießen. Überall breitete sich ein Hauch frischen Grüns aus.
Damit war es im Dezember allerdings wieder schnell vorbei. Kein weiterer Tropfen, dafür eine gnadenlos scheinende Sonne. Bis es völlig überraschend am allerletzten Abend des Monats und Jahres richtig kräftig regnete: 20 mm.
Dieser Silvester-Regen verwandelt die Natur zwar nicht in ein blühendes Paradies. Mehrere kleine Regenfälle, die im Abstand weniger Tage aufeinander folgen, haben eine nachhaltigere Wirkung als ein Wolkenbruch mit derselben Gesamtmenge an Regen.
Silvester-Regen bringt Lilien-Blüte

Lilien-Blüte auf BüllsPort Lodge & Farm. Kleine Vleis (Senken), in denen sich der Silvester-Regen sammelte und hielt, verwandelten sich keine vier Tage später in Pflanzen-Seen. Foto: Nina Cerezo
Aber er hat eine belebende Wirkung. Mehrjährige Gräser treiben von unten frische Halme durch und bilden goldgelbe Büschel mit saftig grünen Strähnchen. An Rändern von Schloten der Riviere (Trockenflüsse), in denen das Wasser langsamer abfloss, sprießt frisches, hohes Gras.
Und in kleinen Vleis (Senken) in den Ebenen hat das stehende Regenwasser die Lilien aufgeweckt. Dutzende, Hunderte Zwiebeln im Boden treiben nun aus und verwandeln die Vleis in kleine Blüten-Flächen.
Viele Sträucher haben schon geblüht und kräftige Blätter angesetzt. Der größte Teil der Bäume ist grün. Der Moringa, der Wasser in seinem dicken bis bauchigen Stamm speichert, treibt aus und schiebt Blätter.
Obwohl es in anderen Gebieten Namibias ebenfalls und viel mehr geregnet hat, finden sich Wasservögel ein. Auf dem Farmdamm (Stausee) nahe dem Bullenkopf schwimmen Nilgänse. Sogar ein Weißstorch (Ciconia ciconia) macht dort zurzeit Station.

Auch die Pferde haben ihren Spaß am erfrischenden Nass: Zwei Tage nach dem Silvester-Regen im Schritt durch den Farmdamm vor dem Bullenkopf auf BüllsPort Lodge & Farm. Foto: Nina Cerezo
Beim Wild sieht die Lage anders aus. Die Bergzebras halten sich gerade auf dem Plateau der Naukluft-Berge im angrenzenden Nationalpark auf. Dort gibt es mehr Weide, weil es dort öfter und mehr geregnet hat. Das Hartmann-Bergzebra (Equus zebra hartmannae) kommt fast nur in Namibia vor.
Dennoch sieht man fast immer Wild wie Kudu, Klippspringer und Steinböckchen. Und auf der Fläche äst eine Herde von etwa 150 Springböcken. Insgesamt sind rund 50 Arten an Säugetieren in der NAUkLuFT heimisch.
Mehr Regen zu erwarten
Wetterexperten zufolge darf Namibia auf eine überdurchschnittlich gute Regenzeit hoffen. Das gilt auch für den Süden, in dem die Durchschnittswerte niedriger sind als im Norden (siehe Bericht in der Allgemeinen Zeitung; ab 12.00 Uhr namibischer Zeit kostenfrei zu lesen).
Der langjährige Durchschnitt für BüllsPort liegt bei 120 mm im Jahr. Der Hauptteil des Regens fällt in der Regel zwischen Januar und März. BüllsPort hat bereits 46,5 mm Regen erhalten. So stehen die Chancen nicht schlecht, dass die Wetterexperten mit ihrer Prognose auch für die NAUkLuFT richtig liegen.
Viele Namibier winken jedoch bei derartig langfristigen Prognosen ab. Sie glauben erst, dass es regnet, wenn sie die Tropfen auf der Haut spüren.

Gelb-grüne Grasbüschel: Nach dem Regen treiben mehrjährige Gräser von unten frische, grüne Halme durch. Foto: Nina Cerezo
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