Schon sein Name verrät, dass er aus zwei Teilen besteht: Der Namib-Naukluft Park. Und doch wissen viele nicht, dass es sich um zwei völlig verschiedene Lebensräume handelt, die zu völlig verschiedenen Zeitpunkten aus zum Teil verschiedenen Gründen unter Naturschutz gestellt wurden…

Dort die zentrale Namib mit ihrem Dünenmeer und ihren Geröllebenen; hier die Naukluft mit ihrem Gebirgsplateau, ihren Tälern und Schluchten sowie ihren Quellen, Bächen und Kolken. Dort Tiere wie südafrikanische Oryxantilope (Oryx gazella), Springbock (Antidorcas marsupialis) oder Strauß (Struthio camelus), die an das Leben in Trockengebieten angepasst sind; hier Gebirgsspezialisten wie Tschakma-Pavian (Papio ursinus), Klippspringer (Oreotragus oreotragus) und Bergzebra (Equus zebra hartmannae).

Verschiedene Gründe

Die zentrale Namib wurde bereits 1907 zum Naturschutzgebiet erklärt, also noch während der deutschen Kolonialzeit (1884 – 1915). Allerdings ging es der Kolonialverwaltung angeblich nicht nur um den Schutz der Tier- und Pflanzenwelt. Der Namib Desert Park diente wohl auch als Kontrollgürtel um die britische Exklave Walvis Bay.

Die Naukluft dagegen steht erst seit 1968 unter Naturschutz. Die Mandatsmacht Südafrika gründete den Naukluft Mountain Zebra Park vor allem zum Schutz des Hartmanns Bergzebras. Diese Zebra-Art ist nahezu endemisch, kommt also fast nur in Namibia vor.

Dead Vlei und Sossusvlei am Ende des Tsauchab-Tals in der Dünen-Namib

Dead Vlei und Sossusvlei am Ende des Tsauchab-Tals in der Dünen-Namib. Foto: Sven-Eric Stender

Elf Jahre später wurden die beiden Parks mit zusätzlichem Land in Staatsbesitz zum Namib-Naukluft Park vereint. Damit entstand 1979, also vor genau 40 Jahren, ein 49.768 km² großes Naturschutzgebiet – das größte in Namibia und eines der größten in Afrika.

Obwohl so völlig verschieden, gehören die beiden Lebensräume doch zusammen. Denn natürlich ziehen die Tiere hin und her: Der Oryx sucht auch an den Hängen der Naukluft-Berge nach Gras, wenn er auf den Ebenen der Ost-Namib keines mehr findet. Dasselbe gilt umgekehrt für das Bergzebra, das bei knapp werdender Weide aus dem Naukluft-Gebirge in die Ebenen zieht.

Tal im Naukluft-Gebirge nahe der Köcherbaum-Schlucht auf BüllsPort

Berglandschaft der Naukluft auf BüllsPort. Foto: Sven-Eric Stender

Für die Naukluft erwies sich die Zusammenlegung als Segen. Denn zur Hauptattraktion des Namib-Naukluft Parks wurde das Sossusvlei inmitten der Sanddünen der Namib. Fast jeder der mittlerweile Zehntausenden Touristen im Jahr, die Namibia zum ersten Mal besuchen, will es unbedingt sehen.

Die Naukluft dagegen gilt noch immer als Geheimtipp. Mit ihren vielfältigen Berglandschaften, mehr als 50 Säugetier- und rund 200 Vogelarten ist sie auch heute noch ein wahres Paradies – für Natur-, Vogel- und Pflanzenliebhaber, die die Ruhe suchen und den regen Reisebetrieb lieber meiden.

Naturparadies BüllsPort

Das 100 km² große Gebiet von BüllsPort, das sich von den Ebenen am Fuß der Naukluft bis auf das Gebirgsplateau erstreckt, grenzt direkt an den Nationalpark. Auf 14 Wanderwegen, darunter der unter Wanderern bekannte Köcherbaum-Schlucht Trail, können Gäste die reizvolle Bergwelt der Naukluft erkunden. Aber auch Reitfreunde, Mountain-Biker und Allradwagen-Fans kommen voll auf ihre Kosten.

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