„Wenn es Krieg gibt, gehen wir in die Wüste“. Die Geschichte der deutschen Geologen Henno Martin und Hermann Korn ist bekannt. Doch wer weiß, dass sie die Naukluft erforscht und damit für Aufsehen gesorgt haben? Davon erzählt nun ein Gedenkstein auf BüllsPort…

1935 reisten Henno Martin und Hermann Korn ins damalige South West Africa. Nicht nur, weil dieses Land mit seinen offen sichtbaren und zum Teil uralten Gesteinen ein Paradies für Geologen ist. Sondern auch, um der Herrschaft der Nazis im Dritten Reich zu entkommen. South West Africa wurde seit Ende des Ersten Weltkrieges von der Mandatsmacht Südafrika verwaltet.

Erforschung der Naukluft

Bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges erforschten Martin und Korn die Naukluft-Berge und fertigten eine geologische Karte an. Die Ergebnisse ihrer wissenschaftlichen Arbeit wurden jedoch erst Ende der 1950er Jahre veröffentlicht – lange nach dem Tod von Hermann Korn 1946 in Windhoek.

Der Aufsatz „Gravity Tectonics in the Naukluft Mountains of South West Africa“ von 1959 sorgte bei Geologen weltweit für Aufsehen. Denn in ihm wurde belegt, dass das gewaltige Bergmassiv der Naukluft aus der Gegend des Gamsbergs stammt und rund 70 km weit bis an seinen jetzigen Standort gerutscht ist.

Wanderndes Gebirgsmassiv

Der „Rutsch“, angetrieben von der Erdanziehungskraft, dauerte Jahrmillionen und endete vor 495 Millionen Jahren. Dass sich ein derartig großes Bergmassiv in einem Stück so weit bewegt, ist weltweit einzigartig.

Martin und Korn identifizierten zudem das Gestein, das durch den Druck verflüssigt wurde und so als Gleitmittel diente. Die Schicht aus „gelbem“ Dolomit ist auch auf dem Gelände von BüllsPort an mehreren Stellen sichtbar.

Auf Initiative der Geologischen Gesellschaft Namibias wurde auf BüllsPort nun ein Block aus dem Gleitgestein aufgestellt und mit einer Bronze-Plakette versehen. Sie würdigt die Verdienste der Geologen Henno Martin und Hermann Korn für die Erforschung der Naukluft. Und sie erzählt die Geschichte vom wandernden Gebirgsmassiv.

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Gedenkstein aus dem Gleitgestein der Naukluft-Berge auf BüllsPort, der an die Geologen Henno Martin und Hermann Korn erinnert. Foto: Sven-Eric Stender

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