BüllsPort feiert in diesem Monat ein rundes Jubiläum: Im April 1993, also vor einem Vierteljahrhundert, hat das junge Farmerpaar Johanna und Ernst Sauber den Gästebetrieb eröffnet. Den Anstoß dazu hat eine jahrelange Dürre gegeben – und, so merkwürdig es auch klingen mag, die Unabhängigkeit Namibias…

Die Farm ist seit 1950 Eigentum der Familie Sauber. Wie seine Eltern ist Ernst mit Leib und Seele Farmer, sein Herz schlägt für die Rinderzucht. Doch seit 1989 ist der Regenfall so ungleichmäßig verteilt, dass nicht genügend Gras wächst. 1994 muss das Farmerpaar seine letzten Rinder und Karakulschafe verkaufen. Die kleine Tankstelle, der Laden und das verbliebene Kleinvieh reichen nicht aus, sie und ihre beiden kleinen Söhne zu ernähren.

Da bietet der Tourismus, der seit der Unabhängigkeit stark zunimmt, eine neue Einnahmequelle. Bereits 1992 arbeitet Ernst zeitweise als Tourführer. Mit Johanna kommt er zum Schluss, dass BüllsPort alles hat, was Urlauber begeistert, egal ob aus Europa, Südafrika oder dem eigenen Land. Die einmalige Landschaft der Naukluftberge. Eine vielfältige Pflanzen- und Tierwelt. Tiefe Schluchten mit Kolken (Felsbecken), die das ganze Jahr über Wasser führen. Ganz zu schweigen von den Spuren einer wechselvollen Geschichte, wie etwa die Ruine der deutschen Polizeistation aus der Kolonialzeit vor 1915.

Auch die Lage ist günstig: 230 km südwestlich von Windhoek auf dem Weg zum Sossusvlei gelegen, eignet sich BüllsPort ideal als Station am Anfang oder Ende einer Rundfahrt von Windhoek durch den Süden Namibias. Bei Anreise aus Südafrika bietet es sich als Stopp auf dem Weg an die Küste an.

So richten Ernst und Johanna 1993 fünf Gästezimmer ein und registrieren BüllsPort als Gästefarm. Um Urlaubern zu ermöglichen, die Bergwelt der Naukluft zu erleben, legt Ernst im Laufe der Jahre 14 Wanderwege an, darunter den mittlerweile bekannten Trail durch die Köcherbaumschlucht und einen Weg zum weniger bekannten Bogenfels der Naukluft.

Wanderparadies BüllsPort mit 14 Wanderwegen. (Grafik: BüllsPort)

Johanna, deren Leidenschaft den Pferden und dem Reitsport gilt, gründet 1997 eine Pferdezucht und bietet Reitausflüge in die Bergwelt an. Auch die Rundfahrten auf der Farm sind ein Erlebnis: Gäste sehen und erkennen, was es bedeutet, in einem Trockengebiet nahe der Namibwüste auf nachhaltige Weise Rinder zu halten und Pferde zu züchten.

Mittlerweile bietet BüllsPort 14 großzügige, mit Klimaanlage ausgestattete Zimmer und ein Schwimmbecken. Für Campingfreunde gibt es ein paar Kilometer entfernt zwei in den Bergen gelegene Plätze mit Dusche, Toilette und Grillanlage.

Was Gäste seit Gründung der Gästefarm besonders schätzen, ist die persönliche Atmosphäre. Beim Abendessen sitzen Gastgeber Johanna und Ernst Sauber auch heute noch an der gemeinsamen Tafel und geben ihren Gästen in lebhaften Gesprächen einen Einblick in den Alltag einer Farm in Namibia.

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